In der heutigen Gesellschaft gibt es zahlreiche Möglichkeiten, moralisches Verhalten zu zeigen, sei es durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln, das Tragen politisch aktiver Symbole oder das Spenden für wohltätige Zwecke. Doch wie beeinflusst dieses moralische Handeln unser Verhalten in anderen Lebensbereichen? Forschungen rund um das Konzept der moralischen Lizenzierung bieten interessante Einblicke, die unser Verständnis über die Dynamik des menschlichen Verhaltens erweitern können.
Soziales
Der Mensch als Betriebsfaktor – Warum unsere Löhne nicht zum Leben reichen
Stellen wir uns vor, ein Betriebswirt betrachtet nicht eine Maschine, sondern einen Menschen als Produktionsfaktor. Was würde er feststellen? Er würde kalkulieren, wie viel dieser Mensch kostet, um leistungsfähig zu bleiben. Er würde untersuchen, wie viel investiert werden muss, damit neue Menschen heranwachsen und in Zukunft die Arbeit übernehmen können. Und er würde sich fragen: Wie viel Gewinn bleibt am Ende übrig? Das Ergebnis dieser wirtschaftlichen Betrachtung ist ernüchternd: Der Mensch in Deutschland erwirtschaftet für sich selbst kaum einen Überschuss. Unser Lohnsystem basiert auf Selbstausbeutung, unterstützt von gesellschaftlichen Zuschüssen und unbezahlter Care-Arbeit.
Der unsichtbare Krieg: Warum Aufrüstung tötet – auch ohne einen einzigen Schuss
Massive Aufrüstung, selbst wenn sie nicht in einem Krieg mündet, kann bereits Schäden verursachen, die in ihrem menschlichen Tribut mit einem großen Krieg vergleichbar sind. Es geht um Tote, um verlorene Lebensjahre, um den Zerfall unserer Gesellschaft.
Alarmzeichen am Straßenrand: Der Niedergang unserer Gesellschaft?
Die Zeichen des Abstiegs einer Gesellschaft sind unübersehbar und alarmierend. Ein Blick auf die Straßen genügt: Schlaglöcher, bröckelnder Asphalt, überall sichtbarer Verfall. Dies ist nicht nur ein Ärgernis, sondern ein klarer Indikator für die Vernachlässigung der öffentlichen Infrastruktur. Es ist ein Spiegelbild unserer kollektiven Prioritäten und zeigt, wo Investitionen fehlen.
Die Armutsindustrie II – Maßnahmenträger
Über den Niedergang der Bildungsträger und das Aufblühen der Träger von Maßnahmen habe ich ja schon ein wenig geschrieben, dass ich hier weiter ausführen möchte.
Fangen wir mal mit dem Geld an, dass Ganze ist ein Milliardengeschäft von dem etliche Träger sehr gut leben können, da sie pro Erwerbslosen zwischen 600,- und 1000,- Euro pro Monat bekommen.
Die Spirale der Leiharbeit
In der Beratung, wie auch in Gesprächen, werde ich immer wieder gefragt, „Ihr seid doch gegen die Leiharbeit, warum?“.
Je nach Zeit und Gemütszustand antworte ich schon mal „Na, weil sie halt scheiße ist“, das fasst den Kern schon ganz gut zusammen, ist aber natürlich um zu erklären was die Leih- und Zeitarbeit für Auswirkungen auf Leistungsberechtigte, jedoch nicht nur auf sie hat, für eine Erklärung etwas dünn.
Warum Marx kein Bock aufs Gendern hätte
„Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ – ein markanter Ausdruck von Karl Marx, der den Kern seiner philosophischen Betrachtung trifft. Dieser Gedankengang betont, dass unsere materiellen Bedingungen, unser „Sein“, das Bewusstsein und die Art und Weise, wie wir die Welt interpretieren und verstehen, prägen. Vereinfacht gesagt, verweisen schlechte Begriffe auf schlechte Umstände. Wenn sich die Umstände verbessern, werden auch die Begriffe positiver. Wer behauptet, durch die Veränderung von Begrifflichkeiten die materiellen Bedingungen zu beeinflussen, führt die Menschen hinters Licht.
Meinungsfreiheit unter dem Hirnscanner: Wie die Wissenschaft abweichendes Denken pathologisiert
Ich habe mir kürzlich von der KI „NotebookLM“ einen Artikel von Professor Dr. med. Matthias Schrappe aufbereiten lassen, um ihn als Podcast zu hören. Bevor ich auf den eigentlichen Inhalt dieses Textes und die Überlegungen, die er in mir angestoßen hat, eingehe, möchte ich eine bemerkenswerte Beobachtung teilen: Schon ziemlich zu Beginn des Podcasts setzte die Künstliche Intelligenz ganz selbstverständlich voraus, dass Konservative die schlechteren Demokraten seien.
Zwangsarbeit – Im Westen nicht denkbar?
In der heutigen globalisierten Welt ist das Thema Zwangsarbeit ein komplexes und kontroverses Thema. Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Situation in den USA und Deutschland, um ein umfassenderes Bild der unterschiedlichen Formen und Kontexte von Zwangsarbeit zu vermitteln.
Was heißt es in einer reichen Gesellschaft Arm zu sein.
Es geht ein Gespenst in Deutschland um, dass sich Armut nennt und von Jahr zu Jahr größer wird. Armut hat viele Gesichter und Abstufungen, was es dem Kapital oder den Leugnern der Armut in Deutschland möglich macht, die Armut in unserem Land zu relativieren, um nicht gegensteuern zu müssen.
Wer kennt den Spruch nicht: „Ach was, du bist doch nicht arm, dir geht es doch gut, schau dir mal die Armen in Bangladesch an.“ Dieser und ähnlich Sätze lösen bei mir immer eine Würgereflex aus und ich könnte im Strahl kotzen.