In der progressiven Bewegung ist es ein offenes Geheimnis: Organisationen, die vorgeben, Veränderung herbeizuführen, verwandeln sich oft in Honigtöpfe, die Aktivisten mehr beruhigen als mobilisieren. Unter den Parteien, Gewerkschaften und Friedensorganisationen stehen einige im Verdacht, nicht nur Menschen mit Veränderungswillen zu sammeln, sondern auch deren Eifer zu dämpfen. Der Verdacht, dass dies bewusst geschieht, ist nicht von der Hand zu weisen.
Friedenspolitik
Die Todesliste von Kiew: Ein neuer zivilisatorischer Tiefpunkt
Dass die ukrainische Website „Mirotvorez“ (Friedensstifter) eine offene Feindesliste führt, auf der Journalisten, Oppositionelle und unbequeme Kritiker an den Pranger gestellt werden, ist ein altbekannter und oft genug dokumentierter Skandal. Die Verbindungen tief in den Kiewer Staatsapparat, die heimliche Duldung durch Geheimdienste und die schreckliche Realität, dass auf dieser Liste geführte Menschen wie der Schriftsteller Oles Busina auf offener Straße ermordet und danach online mit dem Stempel „Liquidiert“ verhöhnt wurden – all das hat die Welt bereits gesehen.
Muhammad Ali: Mehr als ein Champion – Ein Kämpfer für den Frieden
Muhammad Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay Jr. am 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, ist zweifellos eine der größten Legenden des Boxsports. Seine Schnelligkeit, sein unorthodoxer Stil („Float like a butterfly, sting like a bee“) und sein Charisma machten ihn weltweit bekannt. Doch Alis Vermächtnis reicht weit über den Boxring hinaus. Er war auch eine Ikone des sozialen Wandels, ein Kritiker von Rassismus und Krieg und eine Stimme für Frieden und Gerechtigkeit – eine Haltung, für die er einen erheblichen persönlichen und beruflichen Preis zahlte.
Die Fratze der Macht: Wenn „Werte“ nur noch Munition sind
Wir saugen es mit der Muttermilch auf: Der Westen ist das Gute, der Hort der Zivilisation, der Leuchtturm der Menschenrechte. Diese Erzählung wird uns von klein auf eingetrichtert. Doch wer hinter den Vorhang der diplomatischen Etikette blickt, dem offenbart sich ein Abgrund. Eine Analyse der Aussagen führender westlicher Politiker seit 1945 zeigt, dass es sich bei verbalen Entgleisungen nicht um bedauerliche Missgeschicke handelt. Sie sind vielmehr Symptome einer tiefsitzenden Krankheit: der imperialen rassistischen Arroganz, die die Welt seit 500 Jahren in „Zivilisierte“ und „Barbaren“ unterteilt.
Die Mathematik der Schuld: Eine Abrechnung mit den Schreibtischtätern
Wir alle sind Täter. Auch ich, der diese Zeilen schreibt, bin ein Täter. Täter sind Menschen, und es geht hier nicht darum, sich über andere zu erheben. Es geht um die nackte, ungeschönte Realität unseres eigenen Handelns.
Die Zerrüttung von DIE LINKE: Eine Partei im Niedergang
Dieser Artikel wurde im Oktober 2023, und damit vor dem Parteiaustritt von Sahra Wagenknecht und ihren Mitstreitern, erstellt.
In den letzten Jahren scheint die Partei DIE LINKE vor einem zunehmenden Dilemma zu stehen. Während einerseits die Diskussion um eine mögliche Abspaltung der Gruppe um Sahra Wagenknecht anhält, verzeichnen andererseits viele Mitglieder eine Enttäuschung über den derzeitigen Kurs der Partei, der zu Inaktivität oder gar zum Austritt führt. Diese Entwicklung wirft Fragen über die Zukunft und die Kernwerte der Partei auf.
Ist Steuerehrlichkeit noch eine Tugend?
Wenn der Staat das Geld in Waffen steckt, wird Steuermoral zur Gewissensfrage
Jeannette Rankin: Die Unbeugsame – Pionierin, Pazifistin und der hohe Preis der Prinzipientreue
Jeannette Rankin (1880-1973) nimmt einen einzigartigen Platz in der amerikanischen Geschichte ein. Sie war nicht nur die erste Frau, die jemals in den Kongress der Vereinigten Staaten gewählt wurde, sondern auch eine der konsequentesten und mutigsten Pazifistinnen, die das Land je hervorgebracht hat. Ihr Leben war geprägt von einem unerschütterlichen Glauben an soziale Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit – Prinzipien, für die sie bereit war, immense politische und persönliche Kosten zu tragen, insbesondere durch ihre kontroversen Abstimmungen gegen die Beteiligung der USA an beiden Weltkriegen. Ihre Geschichte ist die einer Pionierin, aber auch die eines Symbols für den Mut zum Widerstand gegen den Strom.
Die reale Querfront
Seit Jahren wird Menschen aus dem Umfeld der Linken vorgeworfen, sie seien rechtsoffen und wollten eine Querfront schaffen, wenn sie sich um ein möglichst breites Spektrum an Mitstreitern zur Unterstützung ihrer friedenspolitischen Postionen bemühen. So wurden schon 2014 die Demonstrationen gegen die Entwicklung in der Ukraine diskreditiert. Deren Teilnehmer setzten sich laut (dem tendenziösen Artikel in der) Wikipedia wie folgt zusammen: 39 % davon lehnten das Rechts-Links-Schema ab, 38 % verorteten sich politisch eher links. 42,6 % gaben an, sie hätten bei der Bundestagswahl 2013 die Partei Die Linke gewählt, 15,4 % nannten die Piratenpartei, 12,8 % die AfD. Ein Drittel ordnete sich Nichtwählern zu. Obwohl die Proteste, die sich gegen „Kriegspropaganda“, die NATO und eine Militarisierung der Außenpolitik, richteten, also eindeutig links dominiert waren, distanzierte sich der Parteivorstand von DIE LINKE Ende Mai 2014 davon. In der Folge zogen sich mehr und mehr Anhänger der Linken von den Protesten zurück und überließen diese den Rechten, bevor sie in der Bedeutungslosigkeit versanken.
Die Bankrotterklärung des Westens: Wenn Masken fallen
Danke an die glorreichen „Experten“, die uns in den Talkshows landauf, landab die Welt erklärt haben. Danke an Carlo Masala, an Claudia Major, an Sönke Neitzel. Danke an Boris Pistorius, Johann Wadepuhl, Annalena Baerbock oder Robert Habeck. Und danke an diesen einen speziellen Hardliner der CDU – dessen Name der Geschichte wohl nur als Narr … Weiterlesen