In der progressiven Bewegung ist es ein offenes Geheimnis: Organisationen, die vorgeben, Veränderung herbeizuführen, verwandeln sich oft in Honigtöpfe, die Aktivisten mehr beruhigen als mobilisieren. Unter den Parteien, Gewerkschaften und Friedensorganisationen stehen einige im Verdacht, nicht nur Menschen mit Veränderungswillen zu sammeln, sondern auch deren Eifer zu dämpfen. Der Verdacht, dass dies bewusst geschieht, ist nicht von der Hand zu weisen.
Friedenspolitik
Auf welcher Seite der Ukraine? Eine Dekonstruktion der gängigen Kriegsrhetorik
In den sozialen Medien, auf Demonstrationen und in den Leitartikeln der westlichen Welt ist ein Satz zur moralischen Selbstverständlichkeit geworden: „Ich stehe zur Ukraine.“ Er wird oft begleitet von der blau-gelben Flagge und dem unmissverständlichen Appell an die Solidarität mit einem angegriffenen Volk.
Wenn der Staat den Kurs wechselt – Warnung und Schutzanleitung für die Friedensbewegung
Ein detaillierter Lagebericht für politisch engagierte Menschen
Wer heute in Deutschland für Frieden eintritt, Verhandlungslösungen fordert oder die Mitverantwortung des westlichen Machtblocks an aktuellen Eskalationen benennt, bewegt sich in einem zunehmend feindseligen gesellschaftlichen Klima. Das ist kein Zufall und kein Betriebsunfall. Es folgt einer historischen Logik, die sich in westlichen Demokratien mit erschreckender Regelmäßigkeit wiederholt: Wann immer ein Staat seinen Kurs auf militärische Konfrontation ausrichtet, beginnt er zugleich, den innenpolitischen Raum für Dissens zu verengen.
Der Verlust der Demokratiefähigkeit in kriegsführenden Ländern
Kriege haben seit jeher nicht nur physische Zerstörung, sondern auch politische Veränderungen mit sich gebracht. Heute lässt sich sagen: Ein kriegsführendes Land verliert auf Dauer seine Demokratiefähigkeit.
Das politische Dilemma: Zwischen Kriegstreiberei, Sozialabbau und der Suche nach einer neuen Wahlmöglichkeit
Was tun, wenn wir den Eindruck haben, dass die Parteien zunehmend kriegslüstern werden?
Das doppelschneidige Schwert der Rhetorik: Überzeugungskraft und Attraktivität gegenüber Inhalt in politischen Reden
In der politischen Arena gilt Rhetorik oft als entscheidendes Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Die Fähigkeit, durch Worte zu überzeugen und zu bewegen, wird als notwendig erachtet, um die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen. Doch wie wirkt sich die Betonung der Rhetorik auf den Wert und die Wahrnehmung des Inhalts aus? In einer Zeit, in der Informationsüberflut und polarisierte Diskurse vorherrschen, ist es wichtig, die Rolle der Rhetorik und ihren Einfluss auf die Qualität der politischen Diskussionen zu hinterfragen.
Landesverrat? Kuscheln mit dem Feind? Hochverrat?
Schwere Geschütze werden derzeit in den Medien aufgefahren. Und die, die sie auffahren, sind die etablierten Parteien: CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke. Sie rufen im Chor: „Schaut da, die von der AfD! Das sind Landesverräter!“
Zitate berühmter Pazifisten
Oft vergessen wir, das viele unserer Erfahrungen bereits von früheren Generationen gemacht wurden. Es kann viel Leid ersparen, wenn wir uns deren Aussagen gelegentlich nochmal in Erinnerung rufen.
Muhammad Ali: Mehr als ein Champion – Ein Kämpfer für den Frieden
Muhammad Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay Jr. am 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, ist zweifellos eine der größten Legenden des Boxsports. Seine Schnelligkeit, sein unorthodoxer Stil („Float like a butterfly, sting like a bee“) und sein Charisma machten ihn weltweit bekannt. Doch Alis Vermächtnis reicht weit über den Boxring hinaus. Er war auch eine Ikone des sozialen Wandels, ein Kritiker von Rassismus und Krieg und eine Stimme für Frieden und Gerechtigkeit – eine Haltung, für die er einen erheblichen persönlichen und beruflichen Preis zahlte.
Warum der Iran nicht einfach kapitulieren wird: Eine Lektion in westlicher Überheblichkeit
In den westlichen Medien und auch in den Reihen der US-Regierung hört man in diesen Tagen immer wieder dieselbe verständnislose Frage: Warum gibt der Iran nicht auf? Angesichts der massiven Schäden und der völkerrechtswidrigen, unprovozierten Angriffe durch die USA und Israel müsse Teheran doch einsehen, dass ein Einlenken der einzige Weg sei. Diese Frage zeugt von einer erschütternden ideologischen Verblendung. Wer so fragt, weigert sich schlichtweg, die Welt für einen Moment aus der Perspektive des Irans zu betrachten.