Überall auf der Welt treten westliche Staaten mit hohem moralischen Anspruch auf. Oft wird demgegenüber der Vorwurf der Doppelmoral geäußert. Grund sind die Verfehlungen des Westens, von denen hier ein paar aufgeführt werden sollen. Denn man soll ja immer zuerst vor der eigenen Haustüre kehren.
Außenpolitik
Operation Erosion – Die Anatomie eines unsichtbaren Umsturzes
Vor siebzehn Jahren starb eine junge Frau auf einer Seitenstraße in Teheran. Sie hieß Neda Agha-Soltan, war 26 Jahre alt, Philosophiestudentin – und an jenem 20. Juni 2009 politisch kaum engagiert. Sie hatte bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Mahmoud Ahmadinedschad lediglich zugeschaut, als eine Kugel sie traf. Ein Handyvideo fing ihre letzten Sekunden ein. Innerhalb von Stunden hatte das Bild die Welt umrundet.
Millionen Menschen waren überzeugt: Das Regime hatte dieses Mädchen ermordet. Neda wurde zur Ikone einer ganzen Revolution – ihr Tod war das emotionale Feuer, das die Protestbewegung vom Funken zur Flamme werden ließ.
Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. Und in gewisser Weise noch schrecklicher.
Geiseln der Doppelmoral: Das ohrenbetäubende Schweigen der Bundesregierung zu den Inhaftierten im Golf
Die Realität sieht oft noch absurder aus, als flüchtige Gerüchte es vermitteln: Es war kein unbedarfter Teenager, sondern ein gestandener Londoner Flugbegleiter der Airline FlyDubai, der am 7. März 2026 unfreiwillig zum Opfer drakonischer Gesetze wurde. Er machte sich Sorgen um seinen Arbeitsweg, nachdem nahe des Flughafens in Dubai eine iranische Drohne abgestürzt war. Er fotografierte die Schäden und teilte das Bild in einer privaten Chat-Gruppe mit Kollegen, um sich schlicht über die Sicherheitslage auf dem Weg zum Dienst zu informieren. Eine zutiefst menschliche, alltägliche Reaktion. Das Resultat? Die Polizei durchsuchte sein Telefon und verhaftete ihn auf der Stelle.
Die Fratze der Macht: Wenn „Werte“ nur noch Munition sind
Wir saugen es mit der Muttermilch auf: Der Westen ist das Gute, der Hort der Zivilisation, der Leuchtturm der Menschenrechte. Diese Erzählung wird uns von klein auf eingetrichtert. Doch wer hinter den Vorhang der diplomatischen Etikette blickt, dem offenbart sich ein Abgrund. Eine Analyse der Aussagen führender westlicher Politiker seit 1945 zeigt, dass es sich bei verbalen Entgleisungen nicht um bedauerliche Missgeschicke handelt. Sie sind vielmehr Symptome einer tiefsitzenden Krankheit: der imperialen rassistischen Arroganz, die die Welt seit 500 Jahren in „Zivilisierte“ und „Barbaren“ unterteilt.
Die Bankrotterklärung des Westens: Wenn Masken fallen
Danke an die glorreichen „Experten“, die uns in den Talkshows landauf, landab die Welt erklärt haben. Danke an Carlo Masala, an Claudia Major, an Sönke Neitzel. Danke an Boris Pistorius, Johann Wadepuhl, Annalena Baerbock oder Robert Habeck. Und danke an diesen einen speziellen Hardliner der CDU – dessen Name der Geschichte wohl nur als Narr … Weiterlesen
Der verdeckte Rassismus des Westens: Sind wir wirklich die besseren Menschen?
In einer Welt, in der die Aufklärung und die Menschenrechte gefeiert werden, neigen wir im Westen dazu, uns selbst auf die Schulter zu klopfen und zu glauben, wir hätten eine moralische Überlegenheit gegenüber unseren Vorfahren erreicht. Sicherlich, die Bilder der kolonialen Unterdrückung und die rassistischen Ideologien der Vergangenheit erscheinen uns heute barbarisch. Doch wie tief sitzt unser Verständnis für Gerechtigkeit und Gleichheit wirklich? In einer globalisierten Welt, in der Handelsabkommen und geopolitische Strategien Nationen verbinden und trennen, offenbart sich eine neue Form des Rassismus – subtiler, doch nicht weniger tödlich.
Das Land ohne Armee – Wie Costa Rica seit 1948 sicher, wohlhabend und friedlich blieb
Einleitung: Ein Widerspruch, der zum Nachdenken zwingt
Mitten in einer Region, die über Jahrzehnte von Bürgerkriegen, Militärdiktaturen und Gewalt erschüttert wurde, liegt ein Land, das sämtliche Lehrbuchweisheiten in Frage stellt: Costa Rica. Es hat keine Armee, jede einzelne Machtübergabe seit 1948 verlief friedlich, und im Korruptionsindex rangiert es stabil auf Platz 45 von 180 Ländern – weit vor vielen seiner krisengeplagten Nachbarn. Während anderswo Milliarden in Panzer, Kampfjets und Kasernen fließen, investiert Costa Rica konsequent in Bildung, Gesundheit und Umweltschutz. Das Ergebnis ist ein lebendes Gegenbeispiel zu dem Narrativ, dass jeder souveräne Staat zwingend eine Armee braucht. Doch wie funktioniert diese Ausnahme – und vor allem: Was hat sie den Menschen in Zahlen gebracht?
Geopolitischer Selbstmord: Wenn blinder Hass den Verstand frisst
Die Ukraine attackiert russische Ölhäfen in der Ostsee, während der Nahe Osten brennt und die Straße von Hormus dicht ist. Ein Manöver, das an strategischer Dummheit schlichtweg nicht zu überbieten ist und vor allem einem schadet: den eigenen Verbündeten, die den Laden überhaupt noch am Laufen halten.
Die fortwährende Zerstörung des Libanon
Während das Prinzip staatlicher Souveränität formal als Grundpfeiler des Völkerrechts gilt, zeigt die Praxis westlicher Außenpolitik ein systematisches Muster der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. Der Libanon bietet ein besonders aufschlussreiches Fallbeispiel für diese Dynamik. seit seiner Gründung 1943 wurde das kleine mediterrane Land zum Schauplatz vielfältiger Formen externer Intervention – von direkten militärischen Invasionen über diplomatische Manipulation bis hin zu wirtschaftlicher Erpressung durch Sanktionsregime und die Instrumentalisierung internationaler Finanzinstitutionen.
Grundgesetz beachten: Kriegstreiber in den Knast
Die aktuelle geopolitische Lage, insbesondere der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, hat in Deutschland Diskussionen angefacht, die über die Grenzen der verfassungsrechtlichen Ordnung hinausgehen. Die Forderung, Deutschland solle Waffen liefern, die von deutschen Soldaten zur Attacke auf Russland eingesetzt werden, stellt eine offenkundige Verletzung des Grundgesetzes dar und muss nicht nur als moralisch verwerflich, sondern als rechtlich strafbar angesehen werden. Die Forderung nach Lieferung der Taurus ist eine solche Forderung. Zumindest dann, wenn dem, der die Forderung aufstellt, bekannt ist, dass der geforderte Einsatz der Beteiligung deutscher Soldaten bedarf.