Einleitung: Ein Widerspruch, der zum Nachdenken zwingt
Mitten in einer Region, die über Jahrzehnte von Bürgerkriegen, Militärdiktaturen und Gewalt erschüttert wurde, liegt ein Land, das sämtliche Lehrbuchweisheiten in Frage stellt: Costa Rica. Es hat keine Armee, jede einzelne Machtübergabe seit 1948 verlief friedlich, und im Korruptionsindex rangiert es stabil auf Platz 45 von 180 Ländern – weit vor vielen seiner krisengeplagten Nachbarn. Während anderswo Milliarden in Panzer, Kampfjets und Kasernen fließen, investiert Costa Rica konsequent in Bildung, Gesundheit und Umweltschutz. Das Ergebnis ist ein lebendes Gegenbeispiel zu dem Narrativ, dass jeder souveräne Staat zwingend eine Armee braucht. Doch wie funktioniert diese Ausnahme – und vor allem: Was hat sie den Menschen in Zahlen gebracht?