Auf welcher Seite der Ukraine? Eine Dekonstruktion der gängigen Kriegsrhetorik

In den sozialen Medien, auf Demonstrationen und in den Leitartikeln der westlichen Welt ist ein Satz zur moralischen Selbstverständlichkeit geworden: „Ich stehe zur Ukraine.“ Er wird oft begleitet von der blau-gelben Flagge und dem unmissverständlichen Appell an die Solidarität mit einem angegriffenen Volk.

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Wenn der Staat den Kurs wechselt – Warnung und Schutzanleitung für die Friedensbewegung

Ein detaillierter Lagebericht für politisch engagierte Menschen

Wer heute in Deutschland für Frieden eintritt, Verhandlungslösungen fordert oder die Mitverantwortung des westlichen Machtblocks an aktuellen Eskalationen benennt, bewegt sich in einem zunehmend feindseligen gesellschaftlichen Klima. Das ist kein Zufall und kein Betriebsunfall. Es folgt einer historischen Logik, die sich in westlichen Demokratien mit erschreckender Regelmäßigkeit wiederholt: Wann immer ein Staat seinen Kurs auf militärische Konfrontation ausrichtet, beginnt er zugleich, den innenpolitischen Raum für Dissens zu verengen.

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Der Verlust der Demokratiefähigkeit in kriegsführenden Ländern

Kriege haben seit jeher nicht nur physische Zerstörung, sondern auch politische Veränderungen mit sich gebracht. Heute lässt sich sagen: Ein kriegsführendes Land verliert auf Dauer seine Demokratiefähigkeit.

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Das doppelschneidige Schwert der Rhetorik: Überzeugungskraft und Attraktivität gegenüber Inhalt in politischen Reden

In der politischen Arena gilt Rhetorik oft als entscheidendes Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Die Fähigkeit, durch Worte zu überzeugen und zu bewegen, wird als notwendig erachtet, um die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen. Doch wie wirkt sich die Betonung der Rhetorik auf den Wert und die Wahrnehmung des Inhalts aus? In einer Zeit, in der Informationsüberflut und polarisierte Diskurse vorherrschen, ist es wichtig, die Rolle der Rhetorik und ihren Einfluss auf die Qualität der politischen Diskussionen zu hinterfragen.

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Landesverrat? Kuscheln mit dem Feind? Hochverrat?

Schwere Geschütze werden derzeit in den Medien aufgefahren. Und die, die sie auffahren, sind die etablierten Parteien: CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke. Sie rufen im Chor: „Schaut da, die von der AfD! Das sind Landesverräter!“

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Muhammad Ali: Mehr als ein Champion – Ein Kämpfer für den Frieden

Muhammad Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay Jr. am 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, ist zweifellos eine der größten Legenden des Boxsports. Seine Schnelligkeit, sein unorthodoxer Stil („Float like a butterfly, sting like a bee“) und sein Charisma machten ihn weltweit bekannt. Doch Alis Vermächtnis reicht weit über den Boxring hinaus. Er war auch eine Ikone des sozialen Wandels, ein Kritiker von Rassismus und Krieg und eine Stimme für Frieden und Gerechtigkeit – eine Haltung, für die er einen erheblichen persönlichen und beruflichen Preis zahlte.

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Warum der Iran nicht einfach kapitulieren wird: Eine Lektion in westlicher Überheblichkeit

In den westlichen Medien und auch in den Reihen der US-Regierung hört man in diesen Tagen immer wieder dieselbe verständnislose Frage: Warum gibt der Iran nicht auf? Angesichts der massiven Schäden und der völkerrechtswidrigen, unprovozierten Angriffe durch die USA und Israel müsse Teheran doch einsehen, dass ein Einlenken der einzige Weg sei. Diese Frage zeugt von einer erschütternden ideologischen Verblendung. Wer so fragt, weigert sich schlichtweg, die Welt für einen Moment aus der Perspektive des Irans zu betrachten.

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Die reale Querfront

Seit Jahren wird Menschen aus dem Umfeld der Linken vorgeworfen, sie seien rechtsoffen und wollten eine Querfront schaffen, wenn sie sich um ein möglichst breites Spektrum an Mitstreitern zur Unterstützung ihrer friedenspolitischen Postionen bemühen. So wurden schon 2014 die Demonstrationen gegen die Entwicklung in der Ukraine diskreditiert. Deren Teilnehmer setzten sich laut (dem tendenziösen Artikel in der) Wikipedia wie folgt zusammen: 39 % davon lehnten das Rechts-Links-Schema ab, 38 % verorteten sich politisch eher links. 42,6 % gaben an, sie hätten bei der Bundestagswahl 2013 die Partei Die Linke gewählt, 15,4 % nannten die Piratenpartei, 12,8 % die AfD. Ein Drittel ordnete sich Nichtwählern zu. Obwohl die Proteste, die sich gegen „Kriegspropaganda“, die NATO und eine Militarisierung der Außenpolitik, richteten, also eindeutig links dominiert waren, distanzierte sich der Parteivorstand von DIE LINKE Ende Mai 2014 davon. In der Folge zogen sich mehr und mehr Anhänger der Linken von den Protesten zurück und überließen diese den Rechten, bevor sie in der Bedeutungslosigkeit versanken.

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