Stabilität über Leichen: Bilanz der Einmischung in Ägypten

Eine Analyse der verlogenen Partnerschaft zwischen dem Westen und den Autokraten am Nil

Wenn westliche Politiker über Ägypten sprechen, fallen oft Begriffe wie „strategischer Partner“ oder „Anker der Stabilität“. Doch wer hinter die diplomatischen Kulissen blickt, sieht eine andere Realität: Seit dem Ende des Kalten Krieges und insbesondere seit der Camp-David-Friedensinitiative hat sich die westliche Strategie zu einem perfiden System der Einmischung entwickelt. Es ist ein System, das Diktatoren stützt, Repression finanziert und die demokratischen Bestrebungen der ägyptischen Bevölkerung konsequent den eigenen geopolitischen Interessen opfert.

Weiterlesen

Von Trollen und Elfen

Die Verborgene Hand: Wie der Westen seit über einem Jahrzehnt Medien manipuliert

Der Artikel aus dem Tagesanzeiger aus dem Jahr 2009, „27’000 PR-Berater polieren Image der USA“, und der jüngere Beitrag von Telepolis „Online-Meinungskampf: Startet der Westen mit ‚Elfen‘ nun den Trollkrieg gegen Russland?“ enthüllen eine beunruhigende Wahrheit. Schon seit mindestens 14 Jahren greifen die USA massiv in die globale Medienlandschaft ein, indem sie schon 2009 über 27.000 Medienberater einsetzten, um direkten Einfluss auf Nachrichtenagenturen und Medien auszuüben. Diese langfristige Strategie zeigt, dass der Westen schon lange vor der angeblichen Entstehung russischer „Trollfabriken“ im Jahr 2013 aktiv in die Informationspolitik eingegriffen hat.

Weiterlesen

Der Demokratie-Bluff: Wie der Westen globale Aufstände als Waffe nutzt

Die ständigen Provokationen des Westens gegenüber nahezu allen souveränen Staaten, die sich nicht bedingungslos unterordnen, finden längst nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld oder im offenen propagandistischen Raum statt. Sie geschehen subtiler, perfider und oft unsichtbar – über sogenannte „Revolutions-Baukästen“.

Weiterlesen

Der Altkleider-Effekt: Wenn EU-Zwang auf menschlichen Trotz trifft

Es geht um etwas ganz Profanes: Altkleidercontainer. Und es geht um etwas ganz Wichtiges: Psychologie.

Psychologie ist wahrscheinlich der wichtigste Schlüssel zum Verstehen unseres Zusammenlebens, zu dem, was funktioniert und was scheitert. Der Altkleidercontainer ist dabei ein kleines Schauglas, durch das wir einen winzigen, aber wichtigen Ausschnitt dieses Prozesses erkennen können.

Weiterlesen

Frieden nach innen, Krieg nach außen: Die große Illusion des Westens

Wir im Westen pflegen ein ausgeprägtes moralisches Überlegenheitsgefühl. Wir sind die Demokraten, die „Guten“, während andere in Autokratien oder Diktaturen leben. Ein wesentlicher Pfeiler dieses Selbstbildes ist der unausgesprochene Glaube: Demokratien sind per se friedlicher. Doch die Realität spricht eine andere Sprache.

Weiterlesen

Wenn „gut gemeint“ das Gegenteil von „gut“ ist: Plädoyer für eine rationale Politik der Verbote

Das neue Jahr ist angebrochen, und wie in fast jedem Januar hallt auch diesmal der Rauch der Silvesternacht noch in den politischen Debatten nach. Wieder mussten wir die Diskussion um ein generelles Böllerverbot führen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Wenn ich die kriegsähnlichen Szenen in manchen Großstadtvierteln sehe, finde ich die Forderung emotional absolut nachvollziehbar. Aber hier bei uns im ländlichen Raum, im Rhein-Sieg-Kreis, sieht die Realität oft anders aus.

Weiterlesen

Wie der Kampf gegen „Hass und Hetze“ zur Gefahr für die Meinungsfreiheit wird

Im Dezember 1934 verabschiedete das NS-Regime ein Gesetz mit dem harmlos klingenden Titel: „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen“. Der §2 dieses Gesetzes stellte „gehässige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen“ über die politische Führung unter Strafe, sofern sie geeignet waren, das Vertrauen der Bevölkerung in Staat oder Partei zu untergraben. Es war ein direkter Angriff auf jede Form der Kritik an der Macht und diente der Abschottung der Führung vor Widerspruch.

Weiterlesen

Die Kriminalstatistik täuscht

Wenn ich mich als fast 60-jähriger Mann an die 80er Jahre erinnere, dann merke ich, dass es im öffentlichen Raum durchaus handfest zuging. Zweimal in der Woche gab es eine Schlägerei auf dem Schulhof. Auf den Dorffesten, in denen ich groß geworden bin, gehörten Raufereien fast zum Inventar.

Davon abgesehen ist mir diese Zeit aber nicht als besonders „rau“ oder gefährlich in Erinnerung geblieben. Gewaltkriminalität war kein allgegenwärtiges Thema, das uns Angst machte. Sie war die Ausnahme, nicht die Regel.

Weiterlesen

Vom Wert des Widerspruchs

Anfang des Jahres 2026 ist die Wertschätzung für Kritik in Westeuropa so niedrig wie lange nicht mehr. Kritische Stimmen – ganz gleich, ob sie konstruktiv sind oder nicht – werden bevorzugt als „Nestbeschmutzer“, als Verbreiter von Kreml-Propaganda oder als anderweitig illegitim gebrandmarkt. Völlig vergessen scheint dabei, dass Kritik nicht nur einen abstrakten Wert hat, sondern unumgänglich ist, um einer Zivilisation überhaupt Bestand zu geben.

Weiterlesen