Wer kennt ihn nicht, den alten Spruch: „Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.“ In unzähligen Variationen haben wir diese Lebensweisheit schon gehört, doch selten bewahrheitet sie sich im Alltag so eindrücklich und potenziell fatal wie im heutigen Straßenverkehr.
Wer derzeit durch bundesdeutsche Kommunen, ländliche Wohngebiete oder Vorstädte fährt, beobachtet einen unübersehbaren Trend zur privaten Verkehrsberuhigung. An Straßenrändern, in Einfahrten oder in der Nähe von Bushaltestellen tauchen sie auf: ausgedientes Kinderspielzeug, Bobby-Cars oder kommerziell vertriebene, kindsgroße Warnfiguren aus grellem Kunststoff. Die Botschaft an herannahende Autofahrer ist unmissverständlich: Achtung, hier könnte ein Kind spielen, fahr langsamer und sei bremsbereit.