Schreckliche Bilder und Nachrichten erreichen uns ununterbrochen aus den von Israel besetzten Gebieten und dem Gazastreifen. Trotz weitreichender Zensurbemühungen in den verschiedensten Medien – sowohl in Israel als auch in den verbündeten Ländern – ist das Ausmaß des Leids kaum noch zu ertragen. Was von dort an Informationen durchdringt, zeigt: Vor nichts und niemandem scheinen die Mörderbanden Halt zu machen. Männer, Frauen, Kinder, alte Menschen und Babys – sie alle werden Opfer einer entfesselten Gewalt. Die Details sind teilweise so grausig, dass man sie kaum wiedergeben möchte. Mittlerweile ist es weithin anerkannt, dass es sich hierbei um einen Völkermord handelt.
Friedenspolitik
Kriegsgewinnler
Wenn wir von Kriegsgewinnlern reden, dann ist landläufig die Meinung, dass dies Personen oder Konzerne sind, die zum Beispiel durch die Rüstungsindustrie oder in anderer Form direkt am Krieg verdienen. Und das ist zweifellos auch so. Während der breite Markt bei geopolitischen Verwerfungen oft verunsichert ist, existiert eine Ebene von Rüstungs- und Technologieunternehmen, die systematisch von militärischen Eskalationen profitieren. Aber mittlerweile hat sich dieses Phänomen dramatisch weiter ausgebreitet.
Der Infarkt der globalen Apotheke: Chronik und Mortalität eines Systemversagens
Die eskalierende geopolitische Krise im Nahen Osten und die faktische Blockade der Straße von Hormus im Frühjahr 2026 stellen ein beispielloses Risiko für die globale und europäische Medikamentenversorgung dar. Diese nur 33 Kilometer breite Meerenge ist weit mehr als eine Energieversorgungsroute; sie ist die fundamentale logistische Arterie, durch die die essenziellen Rohstoffe für die weltweite Pharmaindustrie fließen.
Heiliger Krieg im 21. Jahrhundert: Warum „Operation Epic Fury“ mehr als nur Geopolitik ist
Am 28. Februar 2026 begann mit der „Operation Epic Fury“ ein völkerechtswidriger Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran, der die herkömmlichen Koordinaten der internationalen Sicherheitspolitik sprengt. Während B-2-Tarnkappenbomber und präzisionsgesteuerte Drohnenschwärme die technologische Speerspitze der Moderne repräsentieren, greift die begleitende Rhetorik tief in das Arsenal mittelalterlicher Glaubenskriege. Es stellt sich die dringende Frage: Erleben wir hier eine rationale, wenn auch aggressive Geopolitik, oder ist dieses Blutvergießen die bewusste Inszenierung einer apokalyptischen Vision? Die Anzeichen für eine theokratische Unterwanderung des US-Machtapparates sind mittlerweile so zahlreich, dass sie sich nicht mehr als bloße Folklore abtun lassen.
Wie Teile der Friedensbewegung den Krieg legitimieren
Die Friedensbewegung in Deutschland weist Eigenheiten auf, die in dieser Schärfe in anderen Ländern kaum zu finden sind: Sie leidet unter einem Drang zur Selbstzerfleischung durch Ausgrenzung.
Wir erleben seit Jahren Akteure innerhalb der Bewegung, die großen Wert darauf legen, dass sich jeder Bündnispartner, oder am besten sogar jeder Teilnehmer einer Demonstration, aber auch Mitzeichner von Aufrufen, Petitionen oder anderen politischen Texten vorab zu einem ganzen Katalog politischer Forderungen bekennen muss. Wer für Frieden stehen will, soll sich gegen Rechts, sowie oft auch für Abtreibung, Feminismus, Trans-Rechte, Klimapolitik bekennen und das, sowie vieles mehr unterschreiben. Das ist keine „Haltung“, das ist ein Einfallstor für den Krieg.
Stabilität über Leichen: Bilanz der Einmischung in Ägypten
Eine Analyse der verlogenen Partnerschaft zwischen dem Westen und den Autokraten am Nil
Wenn westliche Politiker über Ägypten sprechen, fallen oft Begriffe wie „strategischer Partner“ oder „Anker der Stabilität“. Doch wer hinter die diplomatischen Kulissen blickt, sieht eine andere Realität: Seit dem Ende des Kalten Krieges und insbesondere seit der Camp-David-Friedensinitiative hat sich die westliche Strategie zu einem perfiden System der Einmischung entwickelt. Es ist ein System, das Diktatoren stützt, Repression finanziert und die demokratischen Bestrebungen der ägyptischen Bevölkerung konsequent den eigenen geopolitischen Interessen opfert.
Die Terrorherrschaft der Wertegemeinschaft in Afghanistan
Die Geschichte Afghanistans der letzten 35 Jahre ist keine Geschichte eines gescheiterten Wiederaufbaus, wie es in westlichen Sonntagsreden oft heißt. Sie ist das Protokoll einer rücksichtslosen Einmischung, bei der Afghanistan lediglich als Spielfeld für geopolitische Interessen diente. Was im Oktober 2001 als „Krieg gegen den Terror“ begann, endete zwanzig Jahre später in einem chaotischen Rückzug.Von den verdeckten Geldkoffern der CIA in den 1990ern bis zum wirtschaftlichen Strangulierungskrieg der Gegenwart zieht sich ein roter Faden durch die Historie: Der Westen hat das Land nicht vergessen oder verloren, er hat es systematisch destabilisiert. Die folgende Analyse deckt die Mechanismen dieser gescheiterten Hegemonie auf.
Irak: Sanktionen, Kriege und Kontrolle
In den 1980er Jahren, während des Iran-Irak-Krieges, galt der Irak unter Saddam Hussein noch als nützlicher Partner des Westens – ein Bollwerk gegen den revolutionären Iran. Doch mit dem Ende des Kalten Krieges änderte sich diese Wahrnehmung dramatisch. Was folgte, war eine mehr als drei Jahrzehnte andauernde Phase westlicher Einmischung, die das Land und seine Bevölkerung grundlegend veränderte.
Interventionsstrategien gegen Nordkorea
Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich die westliche, insbesondere die amerikanische Politik gegenüber Nordkorea zu einem vielschichtigen System aus wirtschaftlichem Druck, militärischen Drohungen und verdeckten Operationen entwickelt. Was in der öffentlichen Debatte oft als notwendige Reaktion auf nordkoreanische Provokationen dargestellt wird, offenbart bei genauerer Betrachtung ein komplexes Netz systematischer Interventionen, die weit über klassische Diplomatie hinausgehen.
Der blutige Preis der „humanitären Intervention“: Wie der Westen Libyen in die Hölle stürzte
20. Oktober 2011, Sirte, Libyen. Die Handykamera wackelt, Schreie durchdringen die Luft. Ein alter Mann wird aus einem Entwässerungsrohr gezerrt, blutüberströmt, oberkörperfrei. Es ist Muammar al-Gaddafi, 42 Jahre lang unumschränkter Herrscher Libyens. Was in den nächsten Minuten folgt, ist eine Orgie der Gewalt, die selbst hartgesottene Menschenrechtsbeobachter fassungslos macht.