Am 3. April 2026 berichtete u. a. die Frankfurter Rundschau über eine Gesetzesänderung, die in ihrer Tragweite kaum zu überschätzen ist – und die dennoch fast völlig geräuschlos am deutschen Michel vorbeigegangen ist. Seit dem 1. Januar dieses Jahres sieht das Wehrpflichtgesetz vor, dass Männer unter 45 Jahren eine offizielle Genehmigung einholen müssen, wenn sie Deutschland für länger als drei Monate verlassen wollen.
Frank Kemper
Der gläserne Nutzer: Wie KI unsere tiefsten Geheimnisse ohne unser Wissen entschlüsselt
Ich habe mal die KI gefragt, was sie an Informationen über ihre Nutzer herausfinden kann, wenn diese ihr keine sensiblen Infos geben. Die Antwort ist erschreckend. In der modernen digitalen Welt geht es längst nicht mehr nur darum, was wir bewusst in ein Suchfeld eintippen, in Formularen ausfüllen oder auf Social Media posten. Künstliche Intelligenz fokussiert sich zunehmend auf unsere „digitalen Abgase“. Aus scheinbar harmlosen Metadaten, unbewussten Verhaltensmustern und Nebengeräuschen ziehen Algorithmen weitreichende Rückschlüsse auf unsere Persönlichkeit, unsere Gesundheit und unseren Kontostand.
Der Gefühlsstaat: Wenn Bauchgefühl Gesetz wird – und niemand nachfragt
Wann genau ist Deutschland zum Erziehungsstaat geworden? Die Frage beschäftigt mich schon lange – aber sie hat sich kürzlich wieder ganz konkret gestellt.
Ich wurde von der Polizei angehalten, weil meine Hündin im Auto nicht angeschnallt war. 35 Euro Strafe. Ich gebe es zu: Ich reagierte provokativ. Ich bat die Beamten, mir einfach den Zahlschein zu geben und mir nichts zu erklären. Die Polizisten interpretierten das sofort als Vorsatz. Ich widersprach: Ich kann die Begründung des Gesetzes nicht nachvollziehen, beuge mich aber selbstverständlich der Staatsmacht – und das schließt Vorsatz per Definition aus.
Die 35 Euro zahle ich. Aber der Vorfall veranlasste mich, der Sinnhaftigkeit dieser und vieler weiterer Regelungen nachzugehen – mit erschreckenden Ergebnissen.
Die Arroganz der Einzigartigkeit: Warum wir allem anderen die Intelligenz absprechen – und warum das gefährlich ist
Wir erleben gerade eine Revolution, die uns zwingt, unsere grundlegendsten Annahmen zu überdenken. Mit dem Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) dämmert uns, dass es Formen von Intelligenz gibt – die nicht leben.
Das viral gegangene Bild und die Realität des Ukrainekriegs
Ein Bild ging viral: Eine Frau sitzt auf dem Sofa, während ihr Mann an der Wohnungstür von einem anderen Mann mit einer Pistole bedroht wird und sie sagt: „Schatz, Du solltest mit ihm reden.“ Doch was steckt wirklich hinter diesem Bild? Es scheint, als würde es von denjenigen, die sich gegen Verhandlungen im Ukrainekrieg aussprechen, als Beweis für ihre Haltung genutzt. Doch ist diese Interpretation wirklich zutreffend?
Wie stärke ich die Rechte? Ein Ratgeber vom Bundesverband rechtslastiger Parteien
Vorwort
Sie sind Anhänger einer rechtslastigen Partei und wollen diese stärken? Sie arbeiten aber bei einem Unternehmen, welches dies nicht gerne sieht, vielleicht sogar bei einem Medienunternehmen? Dann sind Sie hier genau richtig! In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Partei auch im Verborgenen unterstützen können.
Wenn das Bessere der Feind des Guten ist: Warum Perfektionismus Projekte killen kann
Wir alle kennen den Antrieb, bestmögliche Arbeit zu leisten. Qualität ist ein hohes Gut und das Streben nach Verbesserung treibt uns an. Doch es gibt einen kritischen Punkt, an dem die Jagd nach dem perfekten Ergebnis ins Gegenteil umschlägt: Wenn sie den Erfolg des gesamten Projekts gefährdet. Dieses Phänomen, oft als „Analyse-Paralyse“ oder „Paralysis by Analysis“ bezeichnet, beschreibt einen Zustand, in dem übermäßiges Nachdenken und Optimieren jeglichen Fortschritt blockiert.
Der Mythos der Effizienz: Warum uns Digitalisierung und KI vielleicht mehr kosten, als sie nutzen
Bisher scheint es kaum eine ernsthafte Kontroverse über die Frage zu geben, ob uns die fortschreitende Datenverarbeitung und der Einsatz von KI wirklich nützlich sind. Der technologische Weg gilt vielen als alternativlos. Ich möchte das aber einmal grundlegend in Frage stellen. Die Aussagen, die ich hier treffe, sind nicht als unumstößliche Wahrheiten gemeint, sondern vielmehr als Thesen und offene Fragen, die wir uns als Gesellschaft dringend stellen sollten.
Die Illusion der Freiheit: Warum Demokratie-Indizes unsere Lebensrealität ignorieren
Wenn internationale Institute wie Freedom House oder der Democracy Index ihre jährlichen Ranglisten veröffentlichen, klopft sich die politische Klasse in Deutschland gerne auf die Schulter. Auf einer Skala der Freiheit stehen wir angeblich immer ganz weit oben. Die Botschaft lautet: Wir leben in einem der freiesten Staaten der Welt.
Doch wer mit offenen Augen durch den Alltag geht, spürt eine massive Diskrepanz zwischen diesen Hochglanz-Skalen und der Realität. Der Grund dafür ist simpel: Diese Indizes messen das Falsche. Sie prüfen lediglich das formale, nackte Gerüst eines Staates. Gibt es regelmäßige Wahlen? Steht die Gewaltenteilung auf dem Papier? Gibt es ein Verfassungsgericht? Wenn die Antwort „Ja“ lautet, gibt es Bestnoten.
Personenkult oder politische Polemik? – Die ambivalente Faszination um Sahra Wagenknecht
Es wird oft behauptet, es gäbe einen Personenkult um Sahra Wagenknecht. Und tatsächlich, leugnen lässt sich nicht, dass die Politikerin vielen nicht nur aus dem Herzen spricht, sondern von manchen auch in den Himmel gehoben wird. Andererseits ist das ein Phänomen, welches bei vielen Prominenten zu erkennen ist; es scheint eine Form der Fankultur zu sein. Interessanter ist jedoch, dass auch Gegner Wagenknechts einen Personenkult um sie betreiben. Manche scheinen ihre eigene Bedeutung nur aus der Prominenz ihrer Gegnerin zu beziehen. Klar ist, wenn Schlagzeilen einen Bezug zu Wagenknecht aufweisen, werden die entsprechenden Artikel viel häufiger gelesen, als ohne diesen Bezug. Sie ist also ein Quoten- oder Lesergarant.