In einer kürzlich geführten Diskussion mit einem Leser meiner Seite berichtete mir dieser, er habe den Eindruck gewonnen, ich sei nur pazifistisch, wenn es mir in den Kram passe, an anderen Stellen aber nicht. Konkret bemängelte er, dass ich der Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung absprechen, den Palästinensern dasselbe aber zubilligen würde. Er wusste zwar nicht mehr genau, welchen Artikel er gelesen hatte und meinte, er habe hier und da quer gelesen (vielleicht hier oder hier). Ich habe daraufhin selbst noch einmal meine vergangenen Artikel durchgesehen. Den Vorwurf finde ich darin zwar nicht bestätigt, aber ich habe das Gefühl, dass ich meine Position an dieser Stelle noch einmal deutlicher machen sollte.
In eigener Sache
Der KI-Widerspruch: Warum ich künstliche Intelligenz nutze, obwohl ich sie scharf kritisiere
Auf meinem Blog nutze ich in vielen Fällen KI-Recherche als Grundlage für meine Artikel. Gleichzeitig kritisiere ich KI-Systeme oft massiv. Meiner Meinung nach sind sie politisch gefärbt, sie werden als Werkzeug für die Meinungsmache der Herrschenden genutzt, sie zensieren und tragen einen tiefen, strukturellen Bias in sich. Manchmal frage ich mich dann selbst: Ist das nicht ein eklatanter Widerspruch? Ich möchte diesen vermeintlichen Widerspruch hier aufgreifen und meine Gedankengänge dazu offenlegen.
Ein Gewissensruf aus den hinteren Reihen: Warum meine Kritik meist den Westen trifft
Wer meinen Blog aufmerksam liest und hier mehr als nur einen Text konsumiert hat, wird schnell feststellen: Ich argumentiere sehr oft und sehr scharf gegen die Politik des Westens. Kritik an nicht-westlichen Akteuren findet man bei mir dagegen eher selten. Ich glaube, dieses Ungleichgewicht bin ich meiner Leserschaft schuldig zu erklären. Mit diesem Artikel möchte ich den Versuch unternehmen, die tieferen Gründe dafür darzulegen.
Die Hybris der Kopfarbeiter: Warum wir Texte nicht mehr nach ihrer Herkunft beurteilen sollten
Vor kurzem las ich von einem bezeichnenden Vorfall: Beim Versuch, KI-generierte Texte durch spezielle Software erkennen zu lassen, passierte etwas Absurdes. Ein Großteil historischer und sakraler Texte wurde als KI-erzeugt markiert. Die US-Verfassung wurde von Detektoren mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent als künstliches Erzeugnis klassifiziert. Das Buch Genesis aus der Bibel erreichte einen KI-Anteil von 88,2 Prozent, und sogar die Werke von Shakespeare wurden zu 74 Prozent als maschinengeneriert eingestuft. Umgekehrt rutschen aktuelle, tatsächlich von KI verfasste Texte oft als „authentisch“ durchs Raster.