Die Friedensbewegung in Deutschland weist Eigenheiten auf, die in dieser Schärfe in anderen Ländern kaum zu finden sind: Sie leidet unter einem Drang zur Selbstzerfleischung durch Ausgrenzung.
Wir erleben seit Jahren Akteure innerhalb der Bewegung, die großen Wert darauf legen, dass sich jeder Bündnispartner, oder am besten sogar jeder Teilnehmer einer Demonstration, aber auch Mitzeichner von Aufrufen, Petitionen oder anderen politischen Texten vorab zu einem ganzen Katalog politischer Forderungen bekennen muss. Wer für Frieden stehen will, soll sich gegen Rechts, sowie oft auch für Abtreibung, Feminismus, Trans-Rechte, Klimapolitik bekennen und das, sowie vieles mehr unterschreiben. Das ist keine „Haltung“, das ist ein Einfallstor für den Krieg.
Quelle: Progressive Stimme - Argumente, Fakten, Quellen - https://progressivestimme.de