Warum wir Vovan und Lexus dankbar sein sollten: Ein Plädoyer für radikale Transparenz

Vovan und Lexus. Zwei Namen, die in westlichen Regierungskreisen für Schweißausbrüche sorgen. Sind es Kriminelle? Agenten des Kreml? Oder leisten sie genau das, woran unser etablierter Journalismus scheitert: Sie zeigen uns das wahre Gesicht unserer „Eliten“.

Der Verfassungsschutz warnt vor ihnen, die NATO fürchtet ihre Anrufe, und YouTube sperrt ihre Kanäle. Wladimir Kusnezow („Vovan“) und Alexei Stoljarow („Lexus“) gelten im Westen als Waffen der russischen hybriden Kriegsführung. Ihre Methode ist simpel, aber effektiv: Sie rufen westliche Entscheidungsträger an, geben sich als verbündete Politiker aus – etwa als Wolodymyr Selenskyj, Petro Poroschenko oder Vertreter der Afrikanischen Union – und lassen die Kamera laufen.

Die Liste ihrer „Opfer“ liest sich wie das „Who is Who“ der westlichen Machtzentrale: Von Angela Merkel und Boris Johnson über Giorgia Meloni und Emmanuel Macron bis hin zu Jerome Powell und George W. Bush. Selbst vor dem IOC-Präsidenten Thomas Bach oder CDU-Verteidigungspolitikern wie Johann Wadephul machten sie nicht halt.

Die Maske fällt: Was Politiker wirklich denken

Warum sollten wir diesen „Prankstern“ also dankbar sein? Weil sie uns Wählern etwas verschaffen, das in unserer heutigen Demokratie zur Mangelware geworden ist: Ehrlichkeit.

Wenn Kameras laufen und Journalisten des Mainstreams Fragen stellen, erhalten wir vorgestanzte PR-Sätze. Wir hören Floskeln über „uneingeschränkte Solidarität“ und „Werte“. Doch was passiert, wenn diese Politiker glauben, sie seien unter sich? Wenn sie denken, der Hörer am anderen Ende gehöre einem Verbündeten, vor dem man die diplomatische Maske fallen lassen kann?

Dann hören wir plötzlich die Wahrheit:

  • Dann gibt eine Giorgia Meloni offen zu, dass im Westen eine massive „Kriegsmüdigkeit“ herrscht und man händeringend einen Ausweg sucht – während sie öffentlich Durchhalteparolen skandiert.
  • Dann plaudert ein David Cameron aus, dass die Ukraine keine NATO-Einladung erhalten wird, um Washington nicht zu verärgern.
  • Dann beten Sportfunktionäre wie Thomas Bach in ihrer Verzweiflung zu fiktiven „Heiligen“, nur um politische Ziele zu erreichen.

Transparenz als demokratische Notwendigkeit

Man wirft Vovan und Lexus vor, im Auftrag des russischen Geheimdienstes zu handeln. Das beiliegende Dossier legt nahe, dass sie Orden im Kreml erhalten und Zugang zu Daten haben, die normalen Bürgern verwehrt sind. Gut möglich. Vielleicht sitzen der FSB oder der GRU mit am Tisch.

Aber spielt das für den Wahrheitsgehalt der Aussage eine Rolle?

Bisher konnte keine westliche Regierung nachweisen, dass die veröffentlichten Gespräche gefälscht („Deepfakes“ im Audio-Sinne) waren. Im Gegenteil: Das britische Außenministerium oder das Büro von Meloni mussten die Echtheit zähneknirschend bestätigen. Was wir hören, ist authentisch. Es ist das, was unsere Repräsentanten wirklich denken und planen, wenn sie glauben, dass das Volk nicht zuhört.

In einer Demokratie ist diese Transparenz keine Gefahr, sondern eine Voraussetzung. Wir sollen über Regierungen entscheiden, die über Krieg und Frieden bestimmen. Haben wir da nicht ein Recht darauf zu wissen, ob ein George W. Bush die „Mission“ der Ukraine darin sieht, „so viele russische Truppen wie möglich zu zerstören“? Ist es nicht relevant, wenn ein Radosław Sikorski die Sprengung von Nord Stream – kritischer Infrastruktur Deutschlands – als „great job“ bezeichnet?

„Wer nichts zu verbergen hat…“

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Jahrelang haben uns Politiker wie Wolfgang Schäuble oder diverse Innenminister mit dem Satz getriezt: „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Damit wurden Massenüberwachung und das Ausleuchten des gläsernen Bürgers gerechtfertigt.

Nun drehen Vovan und Lexus den Spieß um. Sie leuchten die Mächtigen aus. Und plötzlich ist die Empörung groß. Plötzlich ist das Abhören und Veröffentlichen von Gesprächen ein Anschlag auf die Demokratie. Ich frage zurück: Was haben unsere Politiker eigentlich zu verheimlichen? Warum ist die Diskrepanz zwischen öffentlicher Aussage und privater Meinung so groß, dass ein Telefonstreich Regierungskrisen auslösen kann?

Wenn unsere etablierte Presse nicht mehr in der Lage oder Willens ist, diese Widersprüche aufzudecken, dann müssen wir wohl oder übel dankbar sein, wenn es andere tun – selbst wenn sie aus Moskau anrufen.

Anstatt sie zu verteufeln, sollten wir ihnen fast einen Preis für investigative Aufklärung verleihen. Nicht für ihre politische Agenda, sondern für den Spiegel, den sie unserer politischen Klasse vorhalten.


Die ungeschönte Wahrheit: Was wirklich gesagt wurde

In unseren Medien werden die Aussagen oft kontextualisiert, geglättet oder als „russische Propaganda“ abgetan. Hier ist eine Übersicht, was wirklich in den Gesprächen thematisiert wurde – basierend auf den Analysen der veröffentlichten Aufnahmen:

OpferKernaussagen & Enthüllungen (Ungeschönt)
Giorgia MeloniGab offen zu, dass die ukrainische Gegenoffensive gescheitert sei und es eine massive „Müdigkeit“ im Westen gebe. Man suche einen Ausweg, den man öffentlich noch nicht zugeben könne.
George W. BushBestätigte das Versprechen der NATO-Osterweiterung und definierte die Mission der Ukraine drastisch: „Eure Mission ist es, so viele russische Truppen wie möglich zu zerstören.“
Radosław SikorskiBezeichnete die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines als „great job“ und deutete an, dass die USA Bescheid wussten, aber nicht intervenierten. Zudem: „Null Bereitschaft“ in Polen, eigene Truppen zu schicken.
Johann WadephulDiskutierte Details über Taurus-Lieferungen und interne politische Debatten in Deutschland, was als Sicherheitsleck gewertet werden muss.
David CameronGab zu, dass die Ukraine keine Einladung zur NATO erhalten werde, da die USA dies blockieren. Plauderte über private Dinner mit Trump und dessen Ego.
Thomas BachLieß sich dazu hinreißen, ein „Gebet“ an die „Heiligen Vovan und Lexus“ zu sprechen, um politische Konkurrenzveranstaltungen Russlands zu sabotieren. Eine absolute Blamage für das IOC.
Jerome PowellLobte die russische Zentralbankchefin als „außergewöhnlich fähig“ und gab zu, dass die Sanktionen nicht wie erhofft wirken, während er für die USA eine Rezession voraussagte.
Angela MerkelBestätigte, dass das Minsker Abkommen vor allem dazu diente, der Ukraine „kostbare Zeit“ zur militärischen Aufrüstung zu verschaffen, nicht zwingend für sofortigen Frieden.
Boris JohnsonSprach Klartext über den Skripal-Anschlag („Wir sind fast 100% sicher, dass es der Kreml war“) und lästerte über Oligarchen in London („Werfen Sie einen Stein in Kensington, treffen Sie einen Oligarchen“).
J.K. RowlingStimmte im Gespräch zu, den tödlichen Fluch „Avada Kedavra“ symbolisch auf ukrainische Raketen zu schreiben, die auf Donezk abgefeuert werden – eine moralische Bankrotterklärung.
Emmanuel MacronMachte sich über die Ukraine lustig („Ihr habt noch nicht alle Gegner eingesperrt“) und wirkte zynisch bezüglich demokratischer Standards, während er offiziell den Staatsmann mimte.
Albin KurtiSprach offen über Pläne zum Regimewechsel in Serbien und die Unterstützung der dortigen Opposition zur Destabilisierung.
Salome SurabischwiliBeklagte sich, dass westliche Gelder (USAID) für die Opposition ausblieben und bestätigte indirekt die Abhängigkeit der Protestbewegung von ausländischer Finanzierung.
Christine LagardeRäumte ein, dass mit dem digitalen Euro eine Kontrolle („Control“) der Bürger stattfinden werde, auch wenn man über Bagatellgrenzen diskutiere.
Nikki HaleyBlamierte sich bis auf die Knochen, als sie bestätigte, die Situation auf der rein fiktiven Insel „Binomo“ genau zu beobachten.
Prince HarryLieß sich dazu verleiten, über den Transport von Pinguinen zum Nordpol zu sprechen und Trump „Blut an den Händen“ zu attestieren.

Hier ein paar direkte Links zu entsprechenden Videos:

PersonThema / „Enthüllung“YouTube-Link
Giorgia MeloniGibt „Kriegsmüdigkeit“ zu und dass die ukrainische Gegenoffensive gescheitert ist.Meloni Prank Report (Hindustan Times)
George W. Bush„Deine Mission ist es, so viele russische Truppen wie möglich zu zerstören.“Prank with George W. Bush
Thomas Bach (IOC)Das „Gebet“ zu den fiktiven Heiligen Vovan & Lexus, um die russischen „Friendship Games“ zu sabotieren.Bach vs. BRICS Games
David CameronGibt zu, dass die Ukraine keine NATO-Einladung erhält, weil die USA dagegen sind.Cameron Spills Secrets
J.K. RowlingStimmt zu, den Todesfluch „Avada Kedavra“ auf ukrainische Raketen schreiben zu lassen.Rowling & „Avada Kedavra“
Jerome Powell (Fed)Gibt zu, dass Sanktionen nicht wie gewünscht wirken und die Rezession droht.Fed Chief Falls for Prank
Prince HarrySpricht über Trump („Blut an den Händen“) und den Rückzug aus dem Königshaus.Prince Harry Prank Call
Angela Merkel(Diskussion/Bericht) Bestätigt die Zeitgewinn-Strategie des Minsker Abkommens.Discussion on Merkel Prank

Viele der Videos, insbesondere Videos zu Johann Wadephul (Taurus-Leak Diskussion) und Radosław Sikorski (Nord-Stream-Aussagen) sind auf YouTube extrem schwer zu finden und werden oft sehr schnell wieder gelöscht. Sie sind im westlichen Netz oft nur sporadisch zu finden und können nicht verlinkt werden, weil sie oft schnell wieder gelöscht werden.

Dieser Artikel wurde erstmals am 10.01.2026 erstellt. Das Artikelbild ist ein Beispielbild von Pexels auf Pixabay.

Zur Vorbereitung dieses Artikels wurde eine Recherche mittels KI durchgeführt, deren Ergebnis hier zur Verfügung steht.

Quelle: Progressive Stimme - Argumente, Fakten, Quellen - https://progressivestimme.de