Der Rekord-Verrat: Wie die AfD ihre Wähler in nur 24 Monaten an „America First“ verkauft hat

Von der Souveränität zur Unterwerfung: Eine Chronologie des Verrats

Keine Partei in der Geschichte der Bundesrepublik hat ihre Wähler nach ihrer Etablierung so schnell und so fundamental verraten wie die Alternative für Deutschland (AfD). Wer heute noch glaubt, mit dieser Partei eine Kraft für Frieden und nationale Selbstbestimmung zu wählen, ignoriert die Realität der letzten zwei Jahre.

Die Wandlung der AfD zum Erfüllungsgehilfen US-amerikanischer Interessen war kein Zufall. Sie war ein geplanter Prozess, eine sukzessive Anbiederung, die im Januar 2026 ihren beschämenden Höhepunkt fand.

Die Chronologie der Unterwerfung

Um diesen Verrat zu verstehen, muss man die Schritte betrachten, mit denen die AfD-Spitze die Partei auf US-Kurs zwang:

  • März 2024 (Der Kontakt): Alice Weidel trifft sich mit Richard Grenell, Trumps „Mann fürs Grobe“ und ehemaligem Botschafter, der Deutschland wie eine Kolonie behandelte. Statt Grenells Einmischungen zu kritisieren, suchte Weidel den Schulterschluss.
  • Ende 2024 (Der Kniefall): Nach dem Wahlsieg von Donald Trump erklärte Weidel diesen öffentlich zu ihrem „politischen Vorbild“. Die Botschaft: Was Trump tut, ist gut – auch wenn es gegen deutsche Interessen geht.
  • Januar 2025 (Die Belohnung): Elon Musk, längst Teil der Trump-Regierung, schaltete sich per Video zum AfD-Wahlkampfauftakt dazu. Er nannte die AfD die „Hoffnung“. Der Preis für dieses Lob war das Schweigen der AfD zu den US-Kriegen.
  • Januar 2026 (Das Ergebnis): Als US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Maduro entführen – ein historischer Bruch des Völkerrechts –, schweigt die AfD-Spitze nicht nur. Ihr außenpolitischer Sprecher Markus Frohnmaier erklärte sogar windelweich, man wolle erst die „Begründung der USA abwarten“. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine Partei, die auf das Völkerrecht pocht, wartet bei einer Entführung erst einmal ab, welche Ausrede der Täter liefert. Das ist kein Patriotismus, das ist Vasallentum.

Die drei großen Illusionen

Dieser Verrat entlarvt die zentralen Versprechen der AfD als Lügen:

  1. Die Friedens-Lüge: Es wurde suggeriert, die Kriegstreiberei würde beendet. Doch wer „America First“ als Vorbild preist, kauft die US-Kriege mit. Die Hoffnung auf Entspannung mit Russland wird dem Deal mit Trump geopfert. Weidel lässt längst Hintertüren für Sanktionen offen, um in Washington salonfähig zu bleiben.
  2. Die Energie-Lüge: Statt günstiger Energie aus dem Osten, wie es Tino Chrupalla noch fordert, wird der Weidel-Flügel teures US-Fracking-Gas akzeptieren. Das ist der Preis, den Trump für seine „Freundschaft“ verlangt: Wir sollen kaufen, was die USA uns verkaufen.
  3. Die Migrations-Lüge: Die AfD suggeriert, das Migrationsproblem allein durch Härte lösen zu können. Doch weil sie die US-Interventionen (wie in Venezuela) deckt, die erst die Fluchtursachen schaffen, wird sie scheitern. Wer Brandstiftern wie der Trump-Regierung applaudiert, kann den Brand nicht löschen.

Systempartei im Zeitraffer

Damit reiht sich die AfD nahtlos in die Tradition der deutschen Systemparteien ein – nur schneller als alle anderen:

  • Die SPD brauchte fast 50 Jahre (bis 1914), um ihre pazifistischen Ideale für Kriegskredite zu verraten.
  • Die Grünen brauchten 40 Jahre, um von der Friedensbewegung zur aggressivsten Kriegspartei im Bundestag zu mutieren. Umwelt ist dort nur noch Plakat-Deko.
  • Die CDU brauchte nur wenige Jahre nach dem „Ahlener Programm“ (1947), um ihre christlich-sozialen Werte dem Kapital zu opfern.

Die AfD aber schafft den Verrat in Rekordzeit. Nur gut ein Jahrzehnt nach Gründung ist von der „Alternative“ nichts übrig. Sie ist bereit, Deutschland der Trump-Administration auszuliefern. Der Unterschied zu Grünen, CDU und SPD ist nicht mehr der Inhalt, sondern nur noch die Farbe des Anstrichs.

Sie alle dienen fremden Interessen. Keine von ihnen dient uns.

Dieser Artikel erschien erstmals am 06.01.2026. Das Artikelbild ist ein Beispielbild von Michi S auf Pixabay.

Quelle: Progressive Stimme - Argumente, Fakten, Quellen - https://progressivestimme.de