Tormona und Glyphosat – Eine Geschichte der Chemiekonzerne und der Öffentlichkeit

In den letzten Jahren hat das Pflanzengift Glyphosat für viel Aufregung gesorgt. Doch es ist nicht das erste Mal, dass ein Chemiekonzern und die Öffentlichkeit aufgrund der Verwendung eines Pflanzengifts aneinandergeraten sind. Eine ähnliche Geschichte gibt es auch beim Herbizid Tormona.

Tormona, auch bekannt als T-Säure oder Trichlorphenoxiessigsäure, war einer der Hauptbestandteile des im Vietnamkrieg eingesetzten Agent Orange. In Deutschland war es von 1977 bis 1988 grundsätzlich legal, das Herbizid per Hubschrauber auszubringen. Doch es gab Bedenken hinsichtlich der Verunreinigung mit Dioxin, was langfristige gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Diese Diskussionen erinnern stark an die aktuelle Diskussion um Glyphosat. Auch hier gibt es Berichte über langfristige gesundheitliche Auswirkungen, insbesondere im Zusammenhang mit Krebserkrankungen. Und auch hier stehen sich die Interessen der Chemiekonzerne und die Bedenken der Öffentlichkeit gegenüber.

Es scheint ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Chemiekonzernen und der Öffentlichkeit zu sein. Auf der einen Seite gibt es die Interessen der Konzerne, die ihre Produkte möglichst gewinnbringend verkaufen wollen. Auf der anderen Seite stehen die Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken.

Nach Glyphosat wird vermutlich ein weiteres Pflanzengift im Fokus der Diskussion stehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein neues umstrittenes Pflanzengift entdeckt wird und die Diskussionen von vorne beginnen.

Das Bild zu diesem Artikel ist ein Beispielbild, es wurde mit Dall-E erstellt.

Quelle: Progressive Stimme - Argumente, Fakten, Quellen - https://progressivestimme.de