Die Geschichte Afghanistans der letzten 35 Jahre ist keine Geschichte eines gescheiterten Wiederaufbaus, wie es in westlichen Sonntagsreden oft heißt. Sie ist das Protokoll einer rücksichtslosen Einmischung, bei der Afghanistan lediglich als Spielfeld für geopolitische Interessen diente. Was im Oktober 2001 als „Krieg gegen den Terror“ begann, endete zwanzig Jahre später in einem chaotischen Rückzug.Von den verdeckten Geldkoffern der CIA in den 1990ern bis zum wirtschaftlichen Strangulierungskrieg der Gegenwart zieht sich ein roter Faden durch die Historie: Der Westen hat das Land nicht vergessen oder verloren, er hat es systematisch destabilisiert. Die folgende Analyse deckt die Mechanismen dieser gescheiterten Hegemonie auf.
Bürgerkrieg
Ein weitverbreiteter Mythos besagt, der Westen habe sich nach dem Abzug der Sowjetunion 1989 aus Afghanistan zurückgezogen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Einmischung wandelte sich lediglich von offener Unterstützung in verdeckte Operationen, die das Land in Brand steckten. Ein besonders zynisches Beispiel ist die Operation MIAS. Aus Angst, die einst an die Mudschahedin gelieferten Stinger-Raketen könnten gegen westliche Ziele eingesetzt werden, startete die CIA ein massives Rückkaufprogramm. Der US-Geheimdienst pumpte Millionen Dollar in den Markt und zahlte bis zu 300.000 Dollar pro Rakete, was weit über dem Herstellungspreis lag.
Die Folge war fatal, denn die afghanischen Warlords nutzten dieses Geld nicht etwa zur Demobilisierung, sondern reinvestierten die gewaltigen Summen in konventionelle Waffen, um ihre Macht im ausbrechenden Bürgerkrieg zu festigen. Die westliche Rüstungskontrolle wirkte somit als direkter Brandbeschleuniger für das interne Blutvergießen. Gleichzeitig begann der Westen bereits in den 1990ern mit einer Sanktionspolitik, die einseitig in den Konflikt eingriff. Die UN-Resolution 1333 verhängte ein Waffenembargo gegen die Taliban, nahm aber die Nordallianz davon aus. Dies zementierte das Narrativ der Taliban, dass der Westen ein Feind des Islamischen Emirats sei, und trieb sie weiter in die Radikalisierung.
Der völkerrechtswidrige Beginn und die ausgeschlagene Hand
Am 7. Oktober 2001 begannen die USA, unterstützt von Großbritannien, mit der Bombardierung Afghanistans. Offiziell wurde dieser Angriff als Selbstverteidigung gegen die Anschläge vom 11. September legitimiert und später durch die UN-Resolution 1368 diplomatisch abgesegnet. Doch diese Lesart unterschlägt, dass der Krieg möglicherweise vermeidbar gewesen wäre. Die Taliban waren keineswegs so unnachgiebig, wie es die Kriegspropaganda darstellte. Bereits vor den ersten Bombenabwürfen und auch kurz danach bot die Taliban-Führung unter Mullah Omar Verhandlungen an: Sie signalisierten die Bereitschaft, Osama bin Laden an ein neutrales Drittland auszuliefern, sofern die USA Beweise für seine Täterschaft vorlegen würden und die Bombardierungen stoppten. Doch US-Präsident George W. Bush wischte diese diplomatischen Offerten arrogant beiseite: „Wir wissen, dass er schuldig ist“, lautete die lapidare Antwort, Verhandlungen gebe es nicht. Statt den Rechtsweg zu suchen, wählte der Westen den Krieg.
Geldkoffer
Allerdings begann der Krieg gegen Afghanistan mit Bestechung. CIA-Teams landeten mit Koffern voller Bargeld im Pandschir-Tal, um die Loyalität der Warlords der Nordallianz zu kaufen. Diese Strategie reaktivierte brutale Milizenführer, die zuvor militärisch am Boden lagen, und machte sie über Nacht wieder zu mächtigen Gewaltunternehmern. Auf der Bonner Petersberg-Konferenz 2001 wurde dieser Fehler politisch institutionalisiert.
Historisch besonders gravierend ist hierbei, dass die Taliban-Führung im Dezember 2001 ihre Niederlage faktisch bereits eingestanden hatte. Über Vermittler boten hochrangige Vertreter um Mullah Omar dem designierten Interimspräsidenten Hamid Karzai die Kapitulation an: Sie waren bereit, die Waffen niederzulegen und die Autorität der neuen Regierung anzuerkennen, im Austausch für eine Amnestie und die Erlaubnis, sich ins Privatleben zurückzuziehen. Während Karzai geneigt war, diesen Weg der nationalen Versöhnung zu gehen, um einen Guerillakrieg zu verhindern, intervenierten die USA hart. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld lehnte jede Verhandlungslösung kategorisch ab und forderte stattdessen die bedingungslose Unterwerfung oder Vernichtung der Taliban-Führung. Diese Arroganz verhinderte ein frühes Ende des Konflikts und drängte die geschlagenen Kämpfer zurück in den Untergrund und nach Pakistan, von wo aus sie ihren Aufstand neu organisierten.
Ein entscheidender Aspekt war die totale Ausgrenzung der Taliban, die trotz militärischer Niederlage und Kapitulationsbereitschaft vom politischen Prozess ausgeschlossen wurden. Diese Form der Siegerjustiz legte den Grundstein für den späteren Aufstand. Parallel dazu wurde ein Demokratie-Theater inszeniert, bei dem Entscheidungen in Hinterzimmern fielen und die USA Hamid Karzai als Kompromisskandidaten gegen den Willen vieler afghanischer Delegierter durchsetzten. Das Ergebnis war ein System der Patronage, in dem politische Macht in Afghanistan nicht von der Zustimmung des Volkes abhing, sondern vom Zugang zu westlichen Geldern und US-Luftunterstützung.
Todesschwadronen und Drohnen-Terror
Während die Bundeswehr und andere NATO-Truppen im Rahmen der ISAF-Mission angeblich „Brunnen bohrten und Schulen bauten“, führten nicht nur die USA einen parallelen, schmutzigen Krieg, der jede Glaubwürdigkeit des Westens untergrub. Besonders gravierend war der Aufbau von paramilitärischen CIA-Milizen wie der Khost Protection Force oder den NDS-Einheiten. Diese Einheiten operierten außerhalb jeder afghanischen Gerichtsbarkeit. Sie führten nächtliche Razzien durch und exekutierten Zivilisten, ohne dass die afghanische Regierung eingreifen konnte. Es stellt sich die Frage, wie ein Staat Souveränität beanspruchen kann, wenn fremde Geheimdienste private Armeen auf seinem Boden unterhalten, die ungestraft morden dürfen.
Für die afghanische Landbevölkerung bedeutete die westliche Präsenz vor allem Terror aus der Luft. Der Einsatz von Kampfdrohnen und Luftschlägen wurde zum Symbol einer enthumanisierten Kriegsführung. Immer wieder trafen die „Präzisionswaffen“ Zivilisten. Besonders zynisch wurde es, wenn Hochzeitsgesellschaften ins Visier gerieten, weil US-Piloten oder Drohnen-Operatoren die Freudenschüsse der Feiernden als feindliches Feuer missdeuteten oder Versammlungen schlichtweg falsch identifizierten. Tragödien wie der Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier in Haska Meyna im Juli 2008, bei dem 47 Zivilisten – darunter die Braut – getötet wurden, oder in Wech Baghtu im November desselben Jahres mit 37 Toten, brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Afghanen ein. Auch der von der Bundeswehr angeordnete Luftangriff bei Kundus im Jahr 2009, bei dem Tanklastzüge bombardiert wurden und weit über 100 Menschen, darunter zahlreiche Zivilisten, starben, steht beispielhaft für die Missachtung zivilen Lebens.
Die Drogen-Lüge: Rekordernten unter den Augen der NATO
Eines der angeblichen Ziele der Intervention war die Bekämpfung der Drogenkriminalität. Die Realität sah genau gegenteilig aus. Während die Taliban im Jahr 2000 den Mohnanbau fast vollständig verboten und effektiv reduziert hatten, explodierte die Drogenproduktion unter den Augen der US- und NATO-Truppen. Im Jahr 2017 erreichte der Opiumanbau einen historischen Höchststand. Afghanistan wurde wieder zum weltweit größten Heroinproduzenten. Faktisch finanzierte der Drogenhandel nicht nur die Aufständischen, sondern auch die von den USA installierten Gouverneure und Warlords, die tief in die Geschäfte verstrickt waren. Die Milliarden, die die USA offiziell in die Drogenbekämpfung steckten, versickerten wirkungslos oder heizten die Korruption weiter an.
Verrat
Das endgültige Scheitern des westlichen Projekts manifestierte sich im Doha-Abkommen von 2020. Die USA verhandelten direkt mit den Taliban über den Abzug und schlossen dabei die gewählte afghanische Regierung bewusst aus. Die USA akzeptierten faktisch die Sichtweise der Taliban, dass die Regierung in Kabul nur eine illegitime Marionette sei. Dies war der Todesstoß für die afghanische Republik. Das Abkommen war kein Friedensvertrag, sondern ein Rückzugsvertrag, der den Taliban freie Hand ließ, solange sie keine US-Interessen bedrohten. Als die westliche Luftunterstützung und die Wartungslogistik abgezogen wurden, kollabierte die afghanische Armee, die in totale Abhängigkeit vom Westen manövriert worden war, innerhalb weniger Wochen.
Das Ende dieses 20-jährigen Abenteuers hätte nicht symbolträchtiger sein können. Die hochgerüstete westliche Militärmaschinerie, die Billionen Dollar verschlungen hatte, wurde von Kämpfern in einfachen Gewändern und Sandalen – bildlich gesprochen in „Jesuslatschen“ – überrannt. Die afghanische Armee, die auf dem Papier 300.000 Mann stark und vom Westen bestens ausgebildet sein sollte, löste sich innerhalb von Tagen auf. Dies war kein militärischer Zufall, sondern das Ergebnis des Doha-Abkommens von 2020. Die USA verhandelten über die Köpfe ihrer Verbündeten in Kabul hinweg direkt mit den Taliban ihren Abzug, was der afghanischen Regierung jede Legitimität entzog und die Moral der Truppen zerstörte.
Der Abzug selbst geriet zum Desaster. Die westlichen Geheimdienste, allen voran die amerikanischen und deutschen, hatten die Lage bis zur letzten Minute völlig falsch eingeschätzt und den schnellen Fall Kabuls nicht vorhergesehen. Tausende Ortskräfte, die sich auf den Schutz des Westens verlassen hatten, wurden im Stich gelassen, während westliches Botschaftspersonal hektisch ausgeflogen wurde. Die Bilder von verzweifelten Menschen am Flughafen Kabul bleiben das bleibende Denkmal dieses gescheiterten „Nation Building“. Am Ende steht ein Land, das durch 20 Jahre Krieg, Drohnenmorde, Drogenhandel und wirtschaftliche Strangulierung zerstört wurde – zurückgelassen von einem Westen, der sich aus der Verantwortung stiehlt, aber die Sanktionsschraube weiter angezogen lässt.
Die Mär vom sauberen Krieg: Wenn „Wertepartner“ zu Tätern werden
Während westliche Regierungen ihren Einsatz am Hindukusch stets mit der Verteidigung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit begründeten, offenbart der juristische Blick in den Rückspiegel einen Abgrund an Kriegsverbrechen, der die moralische Integrität der gesamten Mission in Frage stellt. Jahrelang wurde das Bild des „sauberen“ westlichen Soldaten gepflegt, der im Gegensatz zu den barbarischen Taliban zivilisiert agiere. Doch dieses Bild bekam Risse, als einzelne Staaten begannen, den Schleier des Schweigens zu lüften. Am erschütterndsten ist dabei der Blick nach Australien, wo die Aufarbeitung am weitesten fortgeschritten ist und zugleich die grausamsten Details zutage förderte. Der 2020 veröffentlichte „Brereton-Report“ dokumentierte nach jahrelangen internen Ermittlungen, dass australische Eliteeinheiten des SAS in mindestens 39 Fällen unbewaffnete Gefangene oder Zivilisten ermordet hatten. Was der Bericht beschreibt, gleicht eher den Exzessen einer kriminellen Bande als dem Verhalten einer Armee: Es etablierte sich eine Kultur des „Blooding“, bei dem neue Soldaten dazu gedrängt wurden, ihren ersten Gefangenen zu exekutieren, um sich ihren Platz in der Einheit zu verdienen. Um die Taten zu vertuschen, platzierten die Soldaten anschließend Waffen – sogenannte „Throwdowns“ – bei den Leichen, um sie in den offiziellen Berichten als legitime Kombattanten darzustellen.
Diese Kultur der Straflosigkeit manifestierte sich personell am deutlichsten im Fall von Ben Roberts-Smith, dem einst hochdekorierten Nationalhelden Australiens. In einem spektakulären Zivilprozess, den er selbst angestrengt hatte, um sich gegen Berichte über seine Taten zu wehren, urteilte ein Gericht im Jahr 2023, dass die Vorwürfe gegen ihn im Wesentlichen der Wahrheit entsprechen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der gefeierte Elitesoldat unter anderem einen gefesselten Mann eine Klippe hinuntergetreten und die Ermordung eines anderen Mannes mit einer Beinprothese angeordnet hatte – aus der später makabererweise Soldaten Bier tranken. Während Roberts-Smith zivilrechtlich als Kriegsverbrecher gilt, steht die strafrechtliche Sühne noch auf einem anderen Blatt. Mit Oliver Schulz muss sich derzeit erstmals ein ehemaliger SAS-Soldat in einem Strafprozess wegen Mordes verantworten, weil er einen unbewaffneten Afghanen in einem Weizenfeld erschossen haben soll.
Doch während die Täter oft lange von Korpsgeist und System geschützt wurden, traf die Härte des Gesetzes paradoxerweise zuerst denjenigen, der die Wahrheit ans Licht brachte: Der Militärjurist und Whistleblower David McBride, der die Dokumente über diese Verbrechen an die Öffentlichkeit spielte, wurde juristisch verfolgt und zu einer Haftstrafe von fast 6 Jahren verurteilt.
Doch Australien ist kein Einzelfall, sondern nur das erste Land, das den Deckel des Schweigens hob. Auch in Großbritannien bröckelt die Fassade. Eine unabhängige Untersuchung unter Lord Justice Haddon-Cave widmet sich dem Verdacht, dass britische Spezialeinheiten zwischen 2010 und 2013 in einer Art perversem Wettkampf zwischen 54 und 80 unbewaffnete Afghanen bei nächtlichen Razzien hingerichtet haben sollen. Auch hier zeigen interne Dokumente das gleiche Muster wie bei den Australiern: Die systematische Platzierung von Waffen bei den Leichen, um die Morde als Gefechte zu tarnen, und eine militärische Führungsebene, die trotz Kenntnis der Vorwürfe die Augen verschloss. Diese Fälle sind keine Ausrutscher einzelner „schwarzer Schafe“, sondern deuten auf eine systemische Enthemmung innerhalb der westlichen Spezialkräfte hin, die in Afghanistan oft in einem rechtsfreien Raum operierten.
Einen seltenen Sieg für die Opfer gab es hingegen in den Niederlanden, wo die Justiz zumindest zivilrechtlich Verantwortung übernahm. Ein Gericht in Den Haag urteilte 2022, dass die Bombardierung eines Wohnkomplexes im Distrikt Chora im Jahr 2007 durch niederländische F-16-Kampfjets rechtswidrig war. Das Gericht wies die Standardverteidigung des Staates zurück und stellte fest, dass die Soldaten das Gebot der Unterscheidung zwischen militärischen und zivilen Zielen missachtet hatten, was den niederländischen Staat nun zu Entschädigungszahlungen verpflichtet. Solche Urteile bleiben jedoch die absolute Ausnahme in einer Landschaft, die ansonsten von juristischer Immunität geprägt ist.
Am deutlichsten zeigt sich die westliche Doppelmoral jedoch im Umgang mit dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Als Chefanklägerin Fatou Bensouda wagte, Ermittlungen nicht nur gegen die Taliban, sondern auch gegen US-Militärs und CIA-Mitarbeiter wegen Folter und Kriegsverbrechen einzuleiten, reagierte die Supermacht USA nicht mit Kooperation, sondern mit offener Feindseligkeit. Die Trump-Administration verhängte Sanktionen gegen das Gerichtspersonal und entzog der Chefanklägerin das Visum – ein beispielloser Vorgang gegen eine internationale Justizinstitution. Das Signal war unmissverständlich: Das Völkerrecht gilt für andere, aber nicht für den Westen. Diese Einschüchterung zeigte Wirkung, denn der nachfolgende Chefankläger Karim Khan entschied, die Ermittlungen gegen US-Akteure zu „depriorisieren“ und sich stattdessen auf die Verbrechen der Taliban und des IS-Khorasan zu konzentrieren. Damit zementierte der Westen genau jene Zweiklassenjustiz, die er in anderen Teilen der Welt so lautstark kritisiert, und hinterließ den Afghanen die bittere Erkenntnis, dass Gerechtigkeit im „Krieg gegen den Terror“ nur ein Wort für Siegerjustiz war.
Wirtschaftskrieg
Seit der Machtübernahme der Taliban am 15. August 2021 hat der Westen seine Taktik geändert und die militärische Besatzung durch eine finanzielle Belagerung ersetzt. Diese Strategie manifestierte sich zunächst im faktischen Raub der Währungsreserven, als die USA und europäische Staaten rund 9 Milliarden US-Dollar der afghanischen Zentralbank einfroren, was der Wirtschaft die Liquidität entzog und das Bankensystem kollabieren ließ.
Verschärft wurde die Situation durch den Entzug der Souveränität mittels des Afghan Fund in der Schweiz, einer Konstruktion, die das afghanische Staatsvermögen unter westliche Treuhänderschaft stellt und dem Land damit die Verfügungsgewalt über seine eigenen Reserven nimmt. Die Folgen sind verheerend, denn das westliche Sanktionsregime treibt die humanitäre Krise voran. Um überhaupt Hilfe leisten zu können, müssen NGOs nun um Lizenzen beim US-Finanzministerium bitten. Der Westen kontrolliert Afghanistan heute nicht mehr durch Soldaten, sondern durch den Zugriff auf das globale Bankensystem und nimmt dabei das Leid der Bevölkerung als Kollateralschaden in Kauf.
Die Bilanz der westlichen Terrorherrschaft ist verheerend. Schätzungen gehen von 800.000 Toten aus. Gescheitert ist nicht nur eine militärische Mission, sondern die arrogante Strategie, ein Land von außen modernisieren zu wollen, während man gleichzeitig Warlords finanziert, Zivilisten bombardiert und die staatliche Souveränität missachtet. Was bleibt, ist ein zerstörtes Land, das nun durch Sanktionen isoliert wird. Die westlichen Werte, die angeblich verteidigt wurden, sind in den Augen der Afghanen längst als hohle Phrasen entlarvt. Afghanistan ist das Mahnmal einer Außenpolitik, die Machtinteressen über Menschenleben stellt.
Dieser Artikel erschien erstmals am 15.01.2026. Das Artikelbild ist ein Beispielbild von Amber Clay auf Pixabay.
Zur Vorbereitung dieses Artikels wurden zwei KI Recherchen durchgeführt, deren Ergebnisse hier zur Verfügung stehen.
Quelle: Progressive Stimme - Argumente, Fakten, Quellen - https://progressivestimme.de