Deutschland macht ernst mit der „Kriegstüchtigkeit“. Was bis vor kurzem noch als Debatte über ein „Neues Wehrdienstmodell“ lief, ist seit dem 1. Januar 2026 geltendes Recht. Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz ist in Kraft. Es markiert einen historischen Dammbruch: Der Staat greift wieder direkt nach unserer Jugend – und er duldet keinen Widerspruch mehr.
Verteidigungsminister Pistorius hat geliefert, was er angedroht hat: Nicht mehr „Verteidigungsfähigkeit“ ist das Maß aller Dinge, sondern die Befähigung zum Krieg. Und um diese Maschinerie zu füttern, wurden bürgerliche Freiheitsrechte über Nacht geschleift.
Der gläserne Rekrut: Widerspruch zwecklos
Der wohl gravierendste, in der Öffentlichkeit viel zu wenig beachtete Skandal dieses Gesetzes ist die Zwangsumleitung der Meldedaten. Bis Ende 2025 hatten Bürger noch das Recht, der Weitergabe ihrer Daten durch die Einwohnermeldeämter an die Bundeswehr zu widersprechen. Dieses Recht wurde stillschweigend beerdigt.
Seit dem 1. Januar 2026 sind die Meldeämter gesetzlich verpflichtet, die Daten aller Jugendlichen, die im Folgejahr volljährig werden, an die Bundeswehr zu liefern. Name, Anschrift, Geburtsdatum – der Staat liefert unsere Kinder frei Haus an die Rekrutierungsbüros. Alte Widersprüche? Wurden gelöscht. Wer 17 wird, landet in der Datenbank der Armee. Punkt. Das ist kein „Werben“ mehr, das ist eine behördliche Rasterfahndung nach „Menschenmaterial“.
Der Zwang zum Bekenntnis
Das Herzstück des Gesetzes ist die wiederbelebte Wehrerfassung. Hunderttausende junge Männer (Geburtsjahrgang 2008 und jünger) erhalten nun verpflichtende Fragebogen. Sie müssen sich erklären: Willst du dienen? Bist du fit? Wer den Fragebogen ignoriert, dem drohen Bußgelder. Zwar ist der Dienst an der Waffe (noch) „freiwillig“, aber der Zwang, sich mit dem Kriegshandwerk auseinanderzusetzen, ist es nicht mehr. Der Staat dringt in das Gewissen der Jugendlichen ein, noch bevor sie die Schule verlassen haben. Er suggeriert: Es ist deine Pflicht, dich für den Krieg bereit zu halten.
Kindersoldaten – Rekordzahlen im Namen der „Guten“
Warum dieser immense Aufwand? Weil der Bundeswehr das Personal ausgeht. Und um die Lücken zu füllen, greift Deutschland immer hemmungsloser auf Minderjährige zurück. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und widerlegen jedes Gerede von „Einzelfällen“:
- Rekordhoch: Schon 2024 markierte einen traurigen Höhepunkt mit 2.203 minderjährigen Rekruten.
- Systematischer Zugriff: Mehr als jeder zehnte neue Soldat ist heute ein Kind (ca. 11 %).
Während wir mit dem Finger auf Warlords in Afrika zeigen und uns moralisch überlegen fühlen, bilden wir hierzulande 17-Jährige an Kriegswaffen aus. Das ist keine Polemik, das ist Fakt. Minderjährige in der Bundeswehr hantieren mit dem Sturmgewehr G36 und der Pistole P8. Sie schießen – auch mit scharfer Munition. Das Ziel dieser Ausbildung ist das Töten.
Ein Bruch mit den Menschenrechten
Die Bundesregierung versteckt sich feige hinter juristischen Ausnahmeregelungen (Fakultativprotokoll OPAC), um diese Praxis zu rechtfertigen. Doch der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes hat Deutschland dafür längst angezählt. Nach den Pariser Prinzipien sind diese Jugendlichen Kindersoldaten. Deutschland gehört zu einer kleinen, fragwürdigen Minderheit von NATO-Staaten (neben den USA und UK), die den internationalen „Straight-18“-Standard (keine Rekrutierung unter 18) ignorieren.
Wir opfern den Schutz unserer Kinder auf dem Altar der Geopolitik. Wir riskieren ihre physische und psychische Gesundheit – allein 2023 gab es dutzende gemeldete Fälle von sexuellen Übergriffen und Dienstunfällen bei minderjährigen Soldaten.
Fazit: Abrüstung statt Aufrüstung der Jugend
Mit dem neuen Gesetz hat die Ampel (bzw. die Regierung, die es beschlossen hat) bewiesen, dass ihr der „Kriegstüchtigkeit“-Fetisch wichtiger ist als der Schutz der Heranwachsenden.
Stoppt diesen Wahnsinn!
- Keine Rekrutierung unter 18 Jahren!
- Weg mit dem Zwang zur Datenweitergabe!
Datenschutz darf nicht an der Kasernentür enden. - Bildung statt Drill:
Die Bundeswehr hat an Schulen nichts zu suchen.
Wer Frieden will, bildet Diplomaten aus, keine Kindersoldaten.
Dieser Artikel wurde erstmals am 11.01.2026 erstellt. Das Artikelbild ist ein Beispielbild von Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay.
Zur Vorbereitung dieses Artikels wurde eine KI Recherche durchgeführt, deren Ergebnis hier eingesehen werden kann.
Quelle: Progressive Stimme - Argumente, Fakten, Quellen - https://progressivestimme.de